Beiträge vom Juni, 2010

Immobilien in Karlsruhe verkaufen

Mittwoch, 30. Juni 2010 21:16

Das eigene Haus oder die eigene Wohnung ist für die meisten Menschen der größte Vermögensgegenstand den sie besitzen. Deshalb ist es wichtig bei einem Immobilienverkauf nichts dem Zufall zu überlassen. Wenn jemand beschließt eine Immobilie zu verkaufen, liegt die letzte Immobilientransaktion oftmals Jahrzehnte zurück. Wenn das Haus geerbt wurde, handelt es sich meistens sogar um das erste Immobiliengeschäft überhaupt. Fehler werden deshalb schnell gemacht und haben eine große finanzielle Tragweite. Wir haben eine Übersicht erstellt und wollen Sie über die wichtigsten Eckpunkte eines Immobilienverkaufs informieren.

Verkaufsplanung

Aufgrund der schon angesprochenen großen finanziellen Tragweite sollten Sie nicht einfach drauf los starten. Planen Sie Ihren Immobilienverkauf detailliert.

Beantworten Sie sich zunächst einmal folgende Fragen:

Sind Ihre Unterlagen vollständig und aktuell?
Wenn Sie noch in der Immobilie wohnen: Wann können Sie frühestens ausziehen?
Wie hoch ist der richtige Verkaufspreis? Wie können Sie diesen Verkaufspreis durchsetzen?
Bis wann soll der Verkaufspreis spätestens auf Ihrem Konto sein? Eventuell ist der Kaufpreis schon verplant – für eine neue Immobilie oder um einen Kredit zu tilgen.
Wenn durch den Verkauf ein Kredit vorzeitig abgelöst wird: Wie hoch ist die Vorfälligkeitsentschädigung?
Mit welchen Medien möchte ich Interessenten gewinnen?
Bin ich telefonisch gut erreichbar?
Welche Informationen gebe ich am Telefon? Teile ich jedem meine Anschrift mit? Wen lasse ich in mein Haus?
Wie stelle ich sicher, das der Käufer den Kaufpreis auch bezahlen kann?

Unterlagen zusammenstellen

Als erstes ist es wichtig alle vorhandenen Unterlagen zusammenzutragen und zu sortieren. Anschließend werden die fehlenden Unterlagen beschafft sowie veraltete Unterlagen aktualisiert. Wichtig ist ein aktueller Grundbuchauszug. Hier ist besonders zu prüfen ob in Abteilung 2 Lasten und Beschränkungen vorhanden sind. Wenn dies der Fall ist müssen Sie beurteilen ob diese einen Verkauf erschweren oder behindern. In Abteilung 3 des Grundbuchs finden Sie Hypotheken, Grundschulden und Rentenlasten. Oftmals sind hier noch Eintragungen vorhanden, auch wenn der Kredit schon längst getilgt wurde. Auch ein aktueller amtlicher Lageplan sollte zu Ihren Verkaufsunterlagen gehören. Über eine Einsicht in die Bauakte können fehlende Unterlagen meistens ergänzt werden. Aufgrund gesetztlicher Vorschriften ist bei einem Immobilienverkauf notwendig einen Energieausweis zu erstellen. Bei Eigentumswohnungen sind noch zusätzliche Unterlagen wichtig: Teilungserklärung, WEG-Abrechnungen, Protokolle der WEG-Versammlungen.

Verkaufspreis ermitteln

Jede Immobilie ist ein Unikat. Dadurch ist es nicht einfach den Wert zu ermitteln. Der Preis für bestehende Immobilien richtet sich nach der Nachfrage am örtlichen Immobilienmarkt. Diese kann innerhalb einer Stadt zwischen verschiedenen Immobilientypen, Größen und natürlich Lagen sehr unterschiedlich ausfallen. Auch der Zeitpunkt des Verkaufs ist wichtig: ein Verkaufspreis der vor einem halben Jahr erzielt wurde kann heute schon überholt sein. Beachten Sie auch: die Verkaufspreise in Inseraten sind Angebotspreise – diese können von den tatsächlich bezahlten Preisen deutlich abweichen. Eine exakte Marktanalyse ist deshalb äußerst wichtig. Wenn Sie zu niedrig anbieten, verschenken Sie Geld. Wenn Sie zu hoch anbieten, wecken Sie falsche Erwartungen und der Interessent wird bei der Besichtigung enttäuscht sein. Die Interessenten für die Ihre Immobilie tatsächlich in Frage kommt erreichen Sie dann überhaupt nicht, weil Sie oberhalb deren Budget liegen.

Immobilie vermarkten

Bevor die eigentliche Vermarktung beginnt muss ersteinmal die Zielgruppe definiert werden. Dies ist wichtig denn wenn Sie zu allgemein werben wird sich keiner richtig angesprochen fühlen. Überlegen Sie deshalb genau wer sich in Ihrem Haus wohlfühlen könnte. Zielgruppen könnten z.B. sein: junge Paare, Familien mit Kindern, Senioren, Singles, Kapitalanleger, Menschen mit Haustieren, usw. Auch muss hier abgeschätzt werden ob sich die Zielgruppe Ihre Immobilie auch leisten kann. Jetzt ist zu überlegen mit welchen Medien und mit welchen Worten diese Zielgruppe erreicht werden kann. Rechnen Sie nicht damit, das mit einem Inserat das Haus verkauft wird. Planen Sie detaliert was Sie wann unternehmen werden um Interessenten zu gewinnen. Konzentrieren Sie sich nicht nur auf Internet- und Zeittungsinserate. Setzen Sie auch Verkaufsschilder ein und führen Sie geziehlte Flyeraktionen durch, um auch diejenigen zu erreichen die zwar kaufen können und wollen aber derzeit nicht aktiv in Immobilienanzeigen oder Immobilienportalen suchen.

Anrufe annehmen

Am Anfang der Vermarktung werden viele Anrufe bei Ihnen eingehen. Dies ist aber noch kein Anzeichen dafür, das Ihre Immobilie schnell verkauft wird. Denn die wenigsten Anrufer sind echte Interesenten. Es sind viele Neugierige dabei oder Menschen die selber ein Haus verkaufen wollen und sich umschauen was noch so angeboten wird. Hier ist es wichtig die echten Interessenten herauszufiltern. Sonst verschwenden Sie nur Ihre Zeit. Da es sich bei fast allen Anrufern um Menschen handelt, die Sie nicht kennen sollten Sie genau überlegen welche Informationen Sie über sich preisgeben. Insbesonders sollten Sie niemals einem Unbekannten mitteilen wann Sie nicht zu Hause sind. Stellen Sie sicher, das Sie immer erreichbar sind. Denn die wenigsten Anrufer hinterlassen eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter oder rufen mehrmals an. Sie wenden sich stattdessen den nächsten Verkaufsangebot zu.

Besichtigungen vorbereiten

Planen Sie bereits im Vorfeld feste Termine für Besichtigungen in Ihren Tagesablauf ein und bieten Sie den Interessenten auch Termine am späten Nachmittag und am Wochenende an. Lassen Sie sich von den Interessenten bereits vor der Besichtigung Name, Anschrift und Telefonnummer geben. Die meisten Interessenten werden andere Gewohnheiten und einen anderen Geschmack als Sie selber haben. Entpersonalisieren Sie deshalb Ihre Immobilie soweit wie möglich. Achten Sie darauf das die Wohnräume einen gepflegten Eidruck machen. Wenn sich in Ihrer Garage oder Ihrem Keller mittlerweile viel angesammelt hat ist jetzt die Zeit eine Entrümpelung vorzunehmen. Sorgen Sie darauf das die Räume hell sind – öffnen Sie Vorhänge und schalten alle Lampen an. Achten Sie auch darauf das die Räume gut gelüftet sind und eine angenehme Zimmertemperatur haben.

Besichtigungen durchführen

Wichtig ist, das die Interessenten in Ruhe feststellen ob sie sich in Ihrer Immobilie wohlfühlen können. Lenken Sie deshalb die Interessenten nicht von der Besichtigung ab, indem Sie von sich aus alles über die Immobilie erzählen. Geben Sie nur Antworten auf konkrete Fragen. Achten Sie auch darauf, das Sie bei der Besichtigung immer zu zweit sind.

Broschüre

Haben Sie weitere Fragen? Fordern kostenlos und unverbindlich unsere Broschüre “Machen Sie auch diese Fehler beim Verkauf Ihrer Immobilie in Karlsruhe?” an. Benutzen Sie dafür unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an unter Tel. 0721/5164751

Thema: Allgemein, Verkaufen | Kommentare deaktiviert | Autor: Ralf Stefan